Lieblosigkeit – das Erstgeborene des Kapitalismus

In unserer kapitalistischen Gesellschaft findet sich heutzutage eine generelle Lieblosigkeit gegenüber unseren Mitmenschen, welche sogar ein immer größer werdendes Ausmaß annimmt. Die Menschlichkeit muss dem Streben nach Gewinn und wirtschaftlichem Wachstum leider selbst in unserem Sozialstaat immer mehr zurückweichen, was sich auch in dem Umgang mit den sozial schwachen Mitgliedern der Gesellschaft vonseiten der Sozial- und Arbeitsämter klar und deutlich abzeichnet. Von der Nächstenliebe, wie sie prinzipiell alle großen Religionsbegründer gepredigt haben, ist mittlerweile weit und breit keine Spur mehr erkennbar und tatsächlich wird ein Menschenleben innerhalb der kapitalistischen Staatsform ausschließlich an seiner Arbeitskraft gemessen. Der einzelne Mensch wird zur Nummer.

lieblosigkeit

Geld ist unser Gott und bringt uns zur Lieblosigkeit

Der Gewinn, das Kapital und die hiermit verbundenen Machenschaften der Großkonzerne und Lobbyisten zeichnen sich immer mehr als die Gottheiten ab, welchen die kapitalistische Gesellschaft huldigt. Doch predigen diese goldenen Kälber keineswegs die Nächstenliebe und das Verständnis gegenüber unseren Mitmenschen, sondern fordern deren schamlose Ausbeutung! Dieser Umstand veranschaulicht sich mit wenigen Ausnahmen zunehmens auch in den Gesundheitssystemen, welche eigentlich dafür vorgesehen wurden, die Gesundheit des Menschen zu erhalten und zu fördern. Tatsächlich ist Gesundheit und die hierfür erforderliche, kompetente medizinische Versorgung heutzutage jedoch zu einem wahren Luxus geworden, den sich ausschließlich die gut situierten Mitglieder unserer Gesellschaft leisten können.

Krieg für das Kapital

Es ist natürlich schon lange kein Geheimnis mehr, dass selbst der Massenmord im Rahmen eines Krieges der Bereicherung einiger weniger Mitglieder der Oberschicht dient, welche ihr Kapital durch das gewaltsame Niedermetzeln des „Feindes“ systematisch erhöhen. Doch auch diese Feinde sind Menschen – Menschen mit den selben Grundbedürfnissen und nichts rechtfertigt auch nur annähernd die militärische und gewaltsame Unterjochung eines Volkes, welches sich eventuell durch abweichende Glaubensrichtungen und Gesellschaftsstruktur von den eigenen Vorstellungen von Moral und einer optimalen Lebensweise abhebt. Menschen sterben für das Geld und durch das Geld – und dies bereits seit vielen Jahrhunderten!

Alle Menschen sind gleich

Jeder Mensch auf diesem Planeten hat ohne Einschränkung die selben Rechte für ein menschenwürdiges Leben und es ist wahrlich eine perverse Anmaßung, sich selbst über das Wohl eines anderen zu stellen und diesen mithilfe anscheinend humaner und sozialer Einrichtungen und Systeme an den Rand der Gesellschaft zu drücken. Doch dies ist die Praxis. Spätestens seit Harz4 findet sich in unserem doch anscheinend so fortschrittlichen Sozialstaat wieder ein Klassensystem, welches es der Oberschicht erst ermöglicht, ihre Gier nach dem schnöden Mammon in vollen Zügen auszuleben. Denn eines ist klar, ohne Armut kann es kein Reichtum geben und damit sich einige wenige skrupellose Subjekte immer mehr bereichern können, muss eine Vielzahl an Menschen an der Armutsgrenze gehalten werden. Die Lieblosigkeit des kapitalistischen Denkens in ihrer pervertiertesten Form!

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